Kantig

Immer, wenn ein neues Spiel der Sammlung hinzugefügt wird, ist der erste Schritt das Auspacken. Früher war für mich das Herausdrücken der Stanzteile besonders spaßig; mittlerweile denke ich nicht mehr groß darüber nach, überprüfe aber gewissenhaft, ob auch keine Komponente in der Schachtel fehlt. Das ist zwar noch nie vorgekommen, aber andere hatten schon weniger Glück. So waren bei dem Spiel Quacksalber von Quedlinburg in einer Auflage manche Stanzbögen kopfüber bedruckt. Was für ein Frust das sein muss, wenn man alles auspacken und direkt losspielen möchte!

Im zweiten Schritt werden die Kanten mit Klebeband der bekanntesten deutschen Marke abgeklebt.

Das Band ist 15 mm breit. So bleibt die Schachtel über die Jahre stabil und die Kanten werden geschont. Da ich zur Entspannung gerne die Schachteln neu anordne, ist das ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Der Kern vieler heutiger Spielkarten ist aus Plastik.

Der einzige Nachteil ist, dass man der Schachtel Kunststoff hinzufügt. Das hat sich schon ein bisschen falsch angefühlt bei Spielen wie Ecogon oder Daybreak (auf Deutsch: E-Mission), die extra ohne Plastik produziert wurden, um dem Spielthema Umweltschutz nicht zuwiderzulaufen. Sogar die Spielkarten enthalten keinen Plastikkern. Dass der Kern aus Plastik in Spielkarten ein derzeit üblicher Standard ist, hatte ich bis dahin nicht gewusst.

Dann kommt das Spiel erst einmal ins Regal, bevor ich mir in Ruhe die Regeln durchlese. Meist folgt ein Probe-Aufbau und ich versuche, das Spiel zu spielen, indem ich so tue, als wäre ich zwei Personen. So klären sich viele Regelfragen, bevor das Spiel in der Runde mit Freunden ausgepackt wird. Und ich merke, welche Spielkomponenten zusammengehören.

Oft liegen in den neuen Spielen Kunststoffbeutel bei, damit man die losen Teile darin verstauen und sortieren kann. Was man damit anstellen kann, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag!

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